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13
Mär
15

Frühlingsboten

Das Schneeglöckchen

Galanthus nivalis

Das kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) gehört zu den ersten Pflanzen, die nach dem Winter ihre Köpfe durch den oft noch harten Boden schieben und den nahenden Frühling ankündigen. Der botanische Name Galanthus kommt aus dem Griechischen – auch wenn es selbst nicht von dort stammt. Gála bedeutet Milch und ánthos Blüte also Milchblüte. Der Artenname Nivalis ist lateinisch und bedeutet schneeweiss. Im Volksmund ist es auch als “Milchblume” bekannt. Das Schneeglöckchen ist eine mehrjährige, krautige Zwiebelpflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse, das im Frühjahr beginnt auszutreiben. Oft liegt zu dieser Zeit noch fester und  harrschiger Schnee an den Stellen, die das Schneeglöckchen zu seinen Lieblingsplätzen zählt. Wie also kommt dieses zarte Gewächs durch den harten Schnee? Das Schneeglöckchen produziert mit Hilfe der Zwiebel “Biowärme” von etwa 8 bis 10 Grad und schmilzt damit den leichten Schnee um  Stengel und  Blätter weg. Wenn Sie sich den Blütenstiel eines Schneeglöckchen, das durch Schnee gewachsen ist, schon einmal genauer angesehen haben, dann wissen Sie, dass zwischen dem Stengel und dem Schnee immer ein kleiner Abstand besteht. Dieser ist  durch die Biowärme des Schneeglöckchens geschmolzen. Darum nannte der Volksmund diese Blume  auch “Durchstecher”. Das Schneeglöckchen ist sozusagen ein kleines Bio-Heizkraftwerk und ganz nebenbei hat diese “Schneeschmelze” auch noch die Funktion der Bewässerung. Oft ist das Wasser zur Blütezeit des Schneeglöckchens  nur in fester Form als Schnee oder Eis vorhanden und könnte so nicht von den Wurzeln aufgenommen werden. Durch die erzeugte Wärme  schmilzt der Schnee und versorgt so die Wurzeln mit dem lebenswichtigen Nass.

Das Schneeglöckchen ist eine sehr gesellige Pflanze und tritt meist in  Büscheln auf, deren Wurzeln fest verwachsen sind und wiedrum größere Flächen füllen. Am liebsten wächst es an feuchten und schattigen Stellen in Laubwäldern und an Auen. Aber auch auf Waldwiesen ist das Schneeglöckchen sehr oft zu finden und gedeiht dort prächtig.

Eine Legende sagt, das Schneeglöckchen habe dem Schnee seine Farbe gegeben. Seither kann seine Kälte dieser zarten Blume nichts anhaben. Einer Legende nach schuf Gott als letztes den Schnee, dem er jedoch keine Farbe gab. So ging der Schnee umher und fragte alle Blumen ob sie ihm wohl ihre Farbe geben wollten. Aber keine Blume war bereit, dem Schnee seine Farbe zu geben. Als der Schnee zum Schneeglöckchen kam und es fragte bot ihm dieses seine weisse Farbe an. Seitdem  ist der Schnee weiss und das Schneeglöckchen ist die einzige Blume, die in seiner Nähe blühen kann und dem die Kälte des Schnees nichts anhaben kann.

Das im Schneeglöckchen enthaltene Galantamin, von dem es auch seinen botanischen Namen trägt, wird als Mittel gegen Demenz genutzt und soll das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit bremsen. Das Schneeglöckchen ist eine leicht giftige Pflanze und enthält Alkaloide. Besonders in der Zwiebel ist das giftige Amaryllidaceen-Alkaloid enthalten. Der Verzehr ist also wenig ratsam und würde sich umgehend mit Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen bemerkbar machen.

Reine Bioenergie: Das Schneeglöckchen erzeugt in seiner Zwiebel Wärme von 8 – 10 Grad und schmilzt sich so seinen Weg durch den Schnee

Auch wenn man jetzt im Frühjahr den Eindruck gewinnen mag, das Schneeglöckchen wachse fast an jeder Ecke, so gehört besonders das wilde Schneeglöckchen zu den bedrohten Pflanzenarten und steht unter strengstem Naturschutz. In der freien Natur wachsende Blumen dieser Art dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden.

Infos aus: http://www.fuenfseenland.de/fuenfseenland/flora/schneegloeckchen.php

22
Jan
15

Blockwoche Fachzeichnen 2015

In der Blockwoche wurden die Lernenden von Architekten hinsichtlich Ideenumsetzung, Konzeptentwicklung und der Gartengestaltung betreut. 10 verschiedene Objekte in Rorschach wurden von den angehenden Gärtner umgestaltet oder weiterentwickelt. Im Fokus dieser Woche stand: Zeichenmaterial richtig anwenden, Pläne interpretieren können, verschiedene Pläne in unterschiedlichen Massstäben erstellen und Ideen auf Plänen darstellen können.

Die Arbeiten respektive Pläne dürfen sich sehen lassen – Gratulation. Leider kann ich nicht alle Arbeiten zeigen – deshalb hier nur wenige Impressionen dazu.

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SKMBT_C284e15012209281_0001GAF3BgesamtGAF3DGAF3CPräsentation

13
Sep
14

4. Stern

Bild: Philipp Müller

Bild: Philipp Müller

RORSCHACH. Bereits zum vierten Mal wurde der Granitstern des jahresbesten Landschaftsgärtners in den Zugangsweg des Berufs- und Weiterbildungszentrum Rorschach-Rheintal eingelassen. Claudio Fallet aus dem Betrieb Paul Loher Gartebenbau  in Oberriet erreichte in diesem Jahr die hervorragende Note von 5.5. Unter den wachsamen Augen der Ausbildungsfirma, der Eltern, Vertretern von Jardin Suisse Ostschweiz, den Sponsoren, des Rektors und der Lehrpersonen verlegte Claudio Fallet seinen Stern und verewigte sich somit im immer länger werdenden walk of fame. Dieser soll auch künftig Lernende zu guten Leistungen motivieren.

Wir danken den folgenden Sponsoren: Jardin Suisse Ostschweiz, Bärlocher, Ricoter Erdaufbereitung AG, Andermatt Biocontrol AG, Roth Pflanzen AG und LV St. Gallen.

18
Apr
14

Frühlingserwachen der Staudenmischung

Aufgrund der schönen Apriltage wandelt sich die Staudenmischung in ein Blumenmeer. Die blaublühenden zweijährigen Myosotis verleihen der Mischung bei ihrem Frühlingsauftritt einen besonderen Akzent. Auch die weissen Tulpen sowie die Narzissen leisten Ihren Beitrag.  Auch die Stauden bringen sich langsam in Position. Im Hintergrund sind die gelben Blüten der Euphorbia polychroma zu sehen. Die Splittmulchschicht ist noch gut zu sehen. Dies wird sich sicherlich in den nächsten Monaten ändern. Viel Spass beim Beobachten.

11.April.14 / Dünner

Dünner / 11.April.14

28
Feb
14

Schulgarten BZR Pflanzplan

Pflanzplan_ganze Bepflanzung_2014

Pflanzplan_1.LJ_Gehölze

Pflanzplan_1.LJ_Stauden

Pflanzplan_2LJ_Gehölze

Pflanzplan_2.LJ_Stauden

 

 

18
Okt
13

Neugestaltung Schulgarten 2. Etappe

IMG_1576IMG_1612IMG_1603IMG_1616Am Dienstag 15.10.2013 konnte die zweite Etappe der Neugestaltung des Schulgartens verwirklicht werden. Mit Hilfe eines Freikurses, an dem alle Landschaftsgärtner/innen von der EBA bis hin zum 3. Lehrjahr mitwirken konnten, wurden ca. 1200 Stauden sowie Geophyten und diverse Gehölze gepflanzt. Dabei wurde auf die Lebensbereiche sowie die Geselligkeiten der Stauden geachtet. Zudem wurden folgende Themen besprochen: Blumentopfeffekt, Schnittarten an den Hortensien, pH-Wert des Bodens, Bepflanzungsstruktur, Bodenvorbereitung und verschiede Mulchmaterialien. Mit der Hilfe von Pit Altwegg und Lisi konnten die theoretischen Inhalte direkt in die Praxis umgesetzt werden. Besten Dank allen Beteiligten für das Mithelfen.

03
Sep
13

Der walk of fame ist um einen Stern reicher

Simeon beim Verlegen (640x426)Der jahresbeste Landschaftsgärtner wird am Berufs- und Weiterbildungszentrum Rorschach-Rheintal mit einem Granitstern geehrt. Wie schon in letzten zwei Jahren, haben zwei Lernende die gleiche Bestnote erzielt. Mit hervorragenden 5.4 haben Daniel Simeon, Zuber Aussenwelten AG in Domat/Ems und Marcel Dreier, Klaus Gartenbau GmbH in Flawil ihre Lehre beendet. Die Vergabe für den Stern erfolgte sehr knapp und wurde erst im Fach Pflanzenkenntnis mit einer minim besseren Schlussnote von Daniel Simeon entschieden.der dritte Stern (426x640)

Die Verewigung mit dem Stern muss aber zuerst noch verdient werden. Denn der messingverzierte Stern muss der Leistungsträger selber einlegen und so seine fachlichen Qualifikationen unter Beweis stellen.

Nur dank den Sponsoren: Jardin Suisse Ostschweiz, Bärlocher, roth Pflanzen, Andermatt Biocontrol, RICOTER Erdaufbereitung AG, LV St. Gallen / UFA Samen kann dieser walk of fame jedes Jahr um einen Stern wachsen. Besten Dank für Ihre Unterstützung.




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